フランツ・シューベルト(Franz Schubert (1797 - 1828))
アリンデD904,作品81の1(Alinde, D.904)(1827)【ヨハン・フリードリヒ・ロホリッツ詩(Johann Friedrich Rochlitz (1769 - 1842))】

※歌詞(Liedtext)
Die Sonne sinkt ins tiefe Meer,
Da wollte sie kommen.
Geruhig trabt der Schnitter einher,
Mir ist's beklommen.

"Hast, Schnitter, mein Liebchen nicht gesehn?
Alinde, Alinde!"
"Zu Weib und Kindern muß ich gehn,
Kann nicht nach andern Dirnen sehn;
Sie warten mein unter der Linde."

Der Mond betritt die Himmelsbahn
Noch will sie nicht kommen.
Dort legt ein Fischer das Fahrzeug an,
Mir ist's beklommen.

"Hast, Fischer, mein Liebchen nicht gesehn?
Alinde, Alinde!"
"Muß suchen, wie mir die Reusen stehn,
Hab nimmer Zeit nach Jungfern zu gehn.
Schau, welch einen Fang ich finde."

Die lichten Sterne ziehn herauf,
Noch will sie nicht kommen.
Dort eilt der Jäger in rüstigem Lauf.
Mir ist's beklommen.

"Hast, Jäger, mein Liebchen nicht gesehn?
Alinde, Alinde!"
"Muß nach dem braunlichen Rehbock gehn.
Hab nimmer Lust nach Mädeln zu sehn;
Dort schleicht er im Abendwinde."

In schwarzer Nacht steht hier der Hain,
Noch will sie nicht kommen.
Von allen Lebend'gen irr ich allein,
Bang und beklommen.

"Dir, Echo, darf ich mein Leid gestehn:
Alinde, Alinde!"
"Alinde" ließ Echo leise herüberwehn.
Da sah ich sie mir zur Seite stehn:
"Du suchtest so treu, nun finde!"